Welpen zeiht ein Tipps fuer die Gesundheit
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Welpen

Welpen richtig begleiten:
Tipps für Gesundheit und Entwicklung im ersten Lebensjahr

In den ersten Lebensmonaten eines Welpen gibt es viele wichtige Themen, die für seine Gesundheit, Entwicklung und sein Wohlbefinden entscheidend sind. In diesem Blogbeitrag erhalten Sie hilfreiche Informationen und praktische Tipps, wie Sie Ihren Welpen in dieser sensiblen Phase optimal unterstützen können.

Flöhe und Zecken

Flöhe und Zecken können nicht nur unangenehm sein, sondern auch Krankheiten übertragen. Es ist daher wichtig, frühzeitig mit einer regelmässigen Floh- und Zeckenprophylaxe zu beginnen. Sprechen Sie mit uns, um das passende Präparat für Ihren Welpen zu finden.

Flöhe:

  • Flöhe können Juckreiz, Hautirritationen, Haarverlust und Flohbissallergien auslösen.
  • Bei starkem Befall, insbesondere bei Jungtieren, kann es auch zu Müdigkeit, Abmagerung und Blutarmut kommen.
  • Flöhe können Bandwürmer übertragen.

So erkennen Sie Flöhe bei Ihrem Welpen

Der Nachweis von Flöhen erfolgt durch das Auffinden der sich schnell bewegenden Parasiten im Fell (mit Hilfe eines Flohkamms) oder über den Fund des typischen krümeligen Flohkots. Wird dieser mit einem Tropfen Wasser auf einer weissen Fläche (z.B. Haushaltspapier) aufgelöst, bildet sich ein braun-rötlicher Fleck.

Behandlung eines Flohbefalls

Für eine erfolgreiche Bekämpfung muss das Tier mit einem Flohmittel regelmässig behandelt werden, da Flöhe das ganze Jahr über vorkommen. Es gibt dafür Spot on-Präparate, Tabletten oder Halsbänder. Gerne können wir sie dabei beraten, was für Ihr Tier optimal ist.

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Zecken:

  • Zecken können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose übertragen.
  • Es ist wichtig das Fell nach Spaziergängen, besonders in Wald- und Wiesenbereichen, nach Zecken abzusuchen.
  • Es stehen heute verschiedenste sehr wirkungsvolle Zeckenmittel (Tabletten, Spot on, Halsbänder oder Injektion) zur Verfügung.

Zecken entfernen bei Ihrem Hund: 

Sollte sich eine Zecke festgesaugt haben, ist die Zecke möglichst rasch zu entfernen. Bis zu 2 Stunden nach dem Festsaugen der Zecke ist die Übertragungsgefahr für eine ansteckende Erkrankung minimal. Um eine Zecke leicht entfernen zu können, sollte jeder Tierbesitzer eine Zeckenzange oder -häkchen besitzen. Anschliessend muss die betroffene Stelle desinfiziert werden.

Der Zeckenbefall hängt stark von der Jahreszeit ab. Aktiv sind die Blutsauger je nach Art zwar das ganze Jahr über, als Zeckenhauptsaison gilt aber März bis November. Wir beraten Sie gerne für einen optimalen Schutz.

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Impfungen: Ein Schutzschild für Ihren Welpen

Infektionskrankheiten sind eine ernstzunehmende Gefahr für Ihr Haustier. Impfungen stellen nachgewiesenermassen einen sehr guten Schutz für Ihr Haustier vor Infektionskrankheiten dar. Eine gute Immunität wird erreicht, wenn die Immunabwehr korrekt aufgebaut (Grundimmunisierung) und danach erhalten wird Wiederholungsimpfungen).

Um bei Ihrem Welpen den bestmöglichen Impfschutz gewährleisten zu können, sollte die Grundimmunisierung im Alter von 8 Wochen begonnen werden. Wenn Sie Ihren Welpen von einem Züchter oder einer verantwortungsvollen Privatperson übernommen haben, sind die Erstimpfung und das Chippen i.d.R. bereits erfolgt. Die Wiederholungsimpfungen erfolgen im Alter von 12 und 16 Wochen. Mit einem Jahr ist die Grundimmunisierung abgeschlossen.

Die Grundimpfungen schützen Ihren Hund vor wichtigen Krankheiten wie:

  • Staupe
  • Leberentzündung
  • Parvovirose
  • Leptospirose
  • Zwingerhusten
  • Tollwut (für Grenzübertritt)
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Tollwutimpfung

Für Ferien im Ausland benötigt Ihr Tier eine gültige Tollwutimpfung. Die Impfung muss mindestens 21 Tage vor dem Grenzübertritt erfolgen.

Impftiterbestimmung beim Hund

Die Impftiterbestimmung beim Hund ist ein Bluttest, bei dem die Anzahl der Antikörper gegen bestimmte Krankheiten (z. B. Parvovirose, Staupe oder Hepatitis) im Blut des Hundes gemessen wird. Der Test zeigt, ob der Hund noch über einen ausreichenden Impfschutz verfügt oder ob eine Auffrischungsimpfung notwendig ist.

Kastration beim Hund – Lassen Sie sich beraten

Bei der Kastration werden bei männlichen Tieren die Hoden, bei den weiblichen Tieren die Eierstöcke (und selten die Gebärmutter) entfernt. Eine chemische Kastration (Stäbli) ist ebenfalls möglich. Bei der Hündin ist diese aufgrund der gesundheitlichen Risiken nicht empfohlen. Beim Rüden ist eine chemische Kastration als „Zwischenlösung“ oder „zum Ausprobieren“ eine gute Alternative, da es kaum gesundheitliche Nachteile gibt.

Vorteile und Nachteile einer Kastration

Die Entscheidung zur Kastration ist eine individuelle Abwägung, bei der sowohl Vor- als auch Nachteile berücksichtigt werden müssen. Es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf, ob eine Kastration sinnvoll ist und zu welchem Zeitpunkt sie durchgeführt werden sollte. Jeder Hund ist einzigartig, weshalb diese Entscheidung in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt getroffen werden sollte.

Wir empfehlen Ihnen daher dringend, ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihrem Tierarzt zu führen, um alle Faktoren zu besprechen, die für Ihren Hund und seine Gesundheit wichtig sind. Gerne stehen wir Ihnen für eine Beratung zu diesem Thema zur Verfügung.

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Entwurmung: Schutz vor Parasiten

Welpen sind besonders anfällig für Würmer, da sie durch die Muttermilch oder den Kontakt mit infizierten Tieren oder der Umwelt Parasiten aufnehmen können. Eine regelmässige Entwurmung ist daher empfehlenswert für die Gesundheit Ihres Tieres. Solche Parasiten sind Mitesser und nehmen unseren Haustieren wertvolle Nährstoffe und Energie weg. Sie belasten den Organismus und sie vermindern die Abwehr gegen Krankheiten.

Wichtig:

  • Welpen sollten ab der 2. Lebenswoche entwurmt werden.
  • Wiederholung der Entwurmung alle 2 Wochen bis zum Absetzen von Muttermilch. Danach wird monatlich entwurmt, bis zum Alter von 6 Monaten.
  • Anschliessend Entwurmung in regelmässigen Abständen (4 x jährlich).
  • Sprechen Sie mit uns über ein individuelles Entwurmungsprogramm, denn die Häufigkeit der Entwurmung richtet sich auch nach der Stärke des Infektionsdruckes (Risiko der Ansteckung).

Zahnpflege: Gesunde Zähne für ein langes Leben

Die Zahnpflege ist ein oft übersehener, aber sehr wichtiger Bestandteil der Gesundheit Ihres Hundes. Zahnprobleme können zu ernsthaften Gesundheitsstörungen führen. Deshalb ist es bereits bei unseren Welpen – ebenso wie bei uns Menschen – wichtig, die Zähne gesund und sauber zu halten.

Wichtig:

  • Etablieren Sie schon früh eine Zahnpflegeroutine mit Ihrem Welpen.
  • Regelmässiges Zähneputzen mit einer speziellen Hundezahnbürste und -zahnpasta.
  • Füttern Sie Ihrem Welpen spezielle Kauartikel, welche die Zähne reinigen.

Tierversicherung: Sicherheit für Ihren Welpen

Eine Tierversicherung ist eine sinnvolle Absicherung gegen unerwartete Tierarztkosten. Es gibt verschiedene Arten von Versicherungen, die unterschiedliche Leistungen bieten:

Krankenversicherung:
Übernimmt Kosten für notwendige Behandlungen, Operationen und Medikamente.

Unfall-Versicherung:
Deckt speziell die Kosten bei Unfällen.

Tipp: Wir empfehlen, sich rechtzeitig um eine Versicherung zu kümmern, um im Falle eines Notfalls finanziell abgesichert zu sein. Vergleichen Sie verschiedene Versicherungsanbieter und wählen Sie den passenden Tarif für Ihren Welpen.

Giftige Lebensmittel und Pflanzen: Gefahr im Haushalt und Garten

Es gibt eine Menge an für unsere Hunde giftigen Lebensmitteln, die häufig in unseren Haushalten zu finden sind. Diese können ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Schokolade
  • Weintrauben und Rosinen
  • Alkohol
  • Kaffee
  • Xylit (Xylitol) (ein Zuckerersatzstoff)

Diese Liste ist nicht abschliessend.

Wichtig:

Bewahren Sie diese Lebensmittel sicher und fern von Ihrem Hund auf und achten Sie darauf, dass er keine Reste oder Abfälle frisst.

Auch Zimmerpflanzen und Pflanzen im Garten können für Hunde gefährlich sein.
Zu den gängigen giftigen Pflanzen zählen: Oleander, Efeu, Azaleen, Lilien, Orchideen oder der Weihnachtsstern.

Tipp: Informieren Sie sich über die Pflanzen in Ihrem Haushalt und Garten und stellen Sie sicher, dass Ihr Hund keinen Zugang dazu hat.

Die richtige Ernährung für Welpen

Es ist wichtig, Welpen altersgerecht zu ernähren, da sich ihr Körper in der Wachstumsphase befindet und spezielle Nährstoffe benötigt, um gesund und
kräftig heranzuwachsen. Welpen haben einen höheren Energiebedarf als ausgewachsene Hunde, und ihre Knochen, Muskeln, Organe und ihr Immunsystem befinden sich noch in der Entwicklung. Eine ausgewogene Ernährung, die auf die Bedürfnisse von Welpen abgestimmt ist, ist für eine gesunde Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Folgende Punkte sollten bei der Ernährung von Welpen beachtet werden:

  • Spezielle Welpennahrung: Enthält die richtigen Nährstoffe für das Wachstum.
  • Portionsgrösse: Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag statt weniger grosser.
  • Kalzium-Phosphor-Verhältnis: Ein ausgewogenes Verhältnis ist wichtig für die Knochenentwicklung.
  • Frisches Wasser: Immer ausreichend zur Verfügung stellen.
  • Langsame Umstellung: Die Futterumstellung sollte schrittweise erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.


Mit einer altersgerechten Ernährung legen Sie den Grundstein für die langfristige Gesundheit Ihres Vierbeiners. Bei Fragen zur Ernährung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Welpen zeiht ein Tipps fuer die Gesundheit ernaehrung
Autorin:

Dr. med. vet. Laura Loi, FVH
Dr. med. vet. Laura Loi ist leitende Tierärztin bei MeikoVet in Maienfeld.

Autorin:

Dr. med. vet. Laura Loi, FVH
Dr. med. vet. Laura Loi ist leitende Tierärztin bei MeikoVet in Maienfeld.