Impfungen für Hunde, Katzen und andere Heimtiere

Impfungen zählen zu den wirksamsten Massnahmen, um Hunde und Katzen vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen. Sie bewahren nicht nur das einzelne Tier vor Ansteckung, sondern tragen auch zur Eindämmung von Krankheitserregern innerhalb der gesamten Population bei.

Grundimmunisierung und Auffrischung beim Hund

Hunde Welpen sollten im Alter von 8, 12 und 16 Wochen ihre ersten Impfungen erhalten. Etwa ein Jahr später wird die Grundimmunisierung abgeschlossen. Danach richten sich die Auffrischungsintervalle je nach Impfstoff und Krankheitserreger – in der Regel zwischen einem und drei Jahren.

Wichtige Impfungen für Hunde (Core-Impfungen):

  • Staupe
  • Hepatitis contagiosa canis (HCC)
  • Parvovirose
  • Parainfluenza
  • Leptospirose
  • Tollwut (ab der 12. Lebenswoche)

Reisen mit Hund

Für Auslandsreisen ist eine gültige Tollwutimpfung Pflicht, ebenso der EU-Heimtierausweis und ein Mikrochip. Abhängig vom Zielland können weitere Impfungen notwendig sein. Wer mit seinem Hund verreisen oder eine Hündin für die Zucht einsetzen möchte, sollte sich rechtzeitig tierärztlich über Impfungen beraten lassen. Mehr zur Reiseprophylaxe beim Hund erfahren Sie hier

Impfungen bei der Katze

Auch bei Katzen sind Impfungen entscheidend, um schwerwiegende Krankheiten einzudämmen oder ganz zu verhindern. Der Impfschutz schützt die einzelne Katze und senkt gleichzeitig das Risiko einer Ausbreitung innerhalb der Katzenpopulation. Besonders bei Katzen gilt: Erst wenn ein Grossteil der Tiere geimpft ist, können Seuchen wirksam kontrolliert werden.

Grundimmunisierung und Auffrischung bei der Katze

Kätzchen werden üblicherweise mit 8, 12 und 16 Wochen gegen Katzenseuche (Parvovirose) und Erreger des Katzenschnupfenkomplexes geimpft. Danach erfolgt eine weitere Impfung nach etwa einem Jahr. Spätere Auffrischungen erfolgen jährlich für Katzenschnupfen und alle drei Jahre für Katzenseuche.

Wichtige Impfungen für Katzen:

  • Katzenseuche (Parvovirose)
  • Katzenschnupfen (verschiedene Erreger wie Caliciviren und Herpesviren)
    Da diese Krankheiten extrem ansteckend sind, gehören sie sowohl für Freigänger als auch für Wohnungskatzen zum Pflichtprogramm – denn Erreger können über Kleidung, Schuhe oder Gegenstände ins Haus gelangen.

Optionale Impfungen:
Je nach Lebenssituation können zusätzliche Impfungen sinnvoll sein, z. B. gegen Leukose oder FIP. Hierzu sollte individuell mit dem Tierarzt Rücksprache gehalten werden.

Reisen mit Katzen

Für Reisen innerhalb und ausserhalb der EU ist eine Tollwutimpfung erforderlich. Ausserdem wird ein EU-Heimtierausweis benötigt. In manchen Ländern gelten zusätzliche Bestimmungen, z. B. Bluttests zum Nachweis von Tollwut-Antikörpern oder amtstierärztliche Zeugnisse. Da die Vorschriften länderspezifisch variieren, ist es ratsam, sich frühzeitig über die genauen Einreisebedingungen zu informieren. Mehr über Reisevorbereitungen erfahren Sie hier

Impfungen für Heimtiere wie Kaninchen und Frettchen

  • Kaninchen: Wichtig sind vor allem Impfungen gegen Myxomatose sowie gegen RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease), auch Chinaseuche genannt. Beide Erkrankungen verlaufen häufig tödlich und können bereits durch Insektenstiche oder indirekte Kontakte übertragen werden.
  • Frettchen: Für Frettchen sind Impfungen gegen Staupe und Tollwut besonders bedeutsam, da sie für diese Tierart schwerwiegende Krankheitsverläufe verursachen können.

Welche Impfungen für Ihr Tier sinnvoll sind, hängt von Haltungsform, Alter und Gesundheitszustand ab. Lassen Sie sich hierzu am besten direkt in Ihrer Tierarztpraxis beraten.

Autorin:

Dr. med. vet. Laura Loi, FVH

Dr. med. vet. Laura Loi ist leitende Tierärztin bei MeikoVet in Maienfeld. 

Autorin:

Dr. med. vet. Laura Loi, FVH

Dr. med. vet. Laura Loi ist leitende Tierärztin bei MeikoVet in Maienfeld.